Ein Kraftwerk, das
nicht nur Strom erzeugt, sondern bei dem auch die Wärme genutzt wird, bezeichnet
man als Blockheizkraftwerk (BHKW). Dieses Prinzip wird auch als "Kraft-Wärme-Kopplung"
bezeichnet. Diese Technik bietet sich immer dort an, wo Wärmebedarf und Stromverbrauch
ungefähr gleichzeitig anfallen (z.B. Hallenbäder, Krankenhäuser,...) Bei Kleinanlagen
treibt meist ein Diesel-, Gas- oder Biogasmotor einen Generator an.
Die im Kühlwasser und in den Abgasen des Motors enthaltene Wärme wird gleichzeitig
für Heizzwecke genutzt. Durch die Nutzung der Abwärme, die beim Stromerzeugungsprozeß
in herkömmlichen Kraftwerken ungenutzt verpufft, läßt sich der Energienutzungsgrad
desGesamtprozesses entscheidend erhöhen, zum Beispiel von 30 bis 45% auf 80 bis
90% bei Kraft-Wärme-Kopplung. Dadurch werden auch die CO2- Emissionen, die bei
der Energieumwandlung entstehen, reduziert, und zwar bis zu 30%. Ein Konzept,
bei dem die Kraft-Wärme-Kopplung von vornherein vorgesehen ist, ist in Heizkraftwerken
realisiert.
Seit einiger Zeit wird die Kraft-Wärme-Kopplung aber auch
in kleineren motorisch betriebenen Kraftwerken eingesetzt. Diese Motoren sind
Öl- oder Gasgetriebene Verbrennungskraftmaschinen. Sie werden als Blockheizkraftwerke
(BHKW) bezeichnet. Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung
ist der gleichzeitige Bedarf an Strom und Wärme sowie möglichst große Nähe des
BHKW zum Endverbraucher. Beides ist z. B. sowohl in Wohnhaussiedlungen als
auch in kleineren Gewerbegebieten gegeben, wo BHKW mehr und mehr Verbreitung finden.