Beim Betrieb von Heizkesseln
entsteht Kondenswasser, wenn der bei der Verbrennung gebildete Wasserdampf unter
die Taupunkttemperatur abgekühlt wird.
Kondenswasserbeschaffenheit
Die Taupunkttemperatur stellt die Grenze zum Kondensationsbereich dar
Die Beschaffenheit von Kondenswasser aus Heizkesseln wird in erster Linie
von der Zusammensetzung des Brennstoffs sowie der Art der Verbrennung beeinflusst.
Beim Kondensationsvorgang lösen sich Abgasbestandteile, die das Kondenswasser
für gewöhnlich sauer reagieren lassen. Maßstab hierfür ist der pH-Wert.
Kondenswasserinhaltsstoffe
Als Hauptsäurebildner ist das bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxid
zu nennen, das im Kondenswasser zu Kohlensäure reagiert. Die Entstehung von Stickoxiden,
die im Kondenswasser Salpetersäure bilden können, lässt sich durch optimierte
Verbrennungs-bedingungen mit niedrigen Temperaturen minimieren. Das Vorhandensein
von Schwefelsäure wird durch den im Brennstoff enthaltenen Schwefel bestimmt.
Aufgrund der aggressiven Eigenschaft von Säuren, lassen sich im Kondenswasser
je nach Säurestärke und entsprechend verarbeiteten Materialien ggf. auch Metallkonzentrationen
feststellen.
Kondenswassermenge
Die Menge
des beim Brennwertbetrieb anfallenden Kondenswassers hängt aufgrund des unterschiedlichen
Feuchte- und Wasserstoffgehaltes wesentlich von dem zum Einsatz kommenden Brennstoff
und dem Brennstoffdurchsatz ab. Außerdem spielt hierbei die Menge und Feuchtigkeit
der beim Verbrennungsprozess beteiligten Luft sowie die erzielbare Abgastemperatur
eine Rolle. Für die maximal erreichbare Kondenswassermenge kann für Gasfeuerungen
von 0,14 ltr./kWh und für Ölfeuerungen von 0,08 ltr./kWh ausgegangen werden.